Haben auf Torten und Eisbomben Wunderkerzen etwas zu suchen?

Freiepresse

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Haben auf Torten und Eisbomben Wunderkerzen etwas zu suchen?

Zu besonderen Anlässen serviert man gern Eisbomben oder Torten. Als Extrahöhepunkt werden sie mit brennenden Wunderkerzen dekoriert in den verdunkelten Raum getragen. Nun rieselt jedoch ein Teil der Leuchtsternchen dieser Wunderkerzen auf die Torte. Ist das gesundheitlich unbedenklich? (Diese Frage hat Siegfried Franz aus Oelsnitz gestellt.)

Brennende Wunderkerzen gehören nicht auf Lebensmittel. Denn aus ihnen können tatsächlich giftige Stoffe auf die Torte rieseln und von dort in den Körper des Essenden gelangen. Einer dieser Stoffe ist Bariumnitrat. Seine besondere Heimtücke liegt darin, dass es nicht umgehend ausgeschieden wird, sondern sich im Körper anreichert. Dadurch erreicht man relativ leicht Überdosierungen, die den Blutdruck anheben, Durchfall und Erbrechen provozieren und - dafür sind allerdings sehr große Mengen vonnöten - zu Herzrhythmusstörungen, Atemnot, Schwindel und Angst führen können. Ebenfalls problematisch: Die Stickoxide, die beim Abbrennen der Wunderkerzen entstehen. Sie reizen Atemwege und Schleimhäute. Ganz zu schweigen davon, dass die wegspritzenden Funken zu Verbrennungen führen können. Was im Resümee bedeutet: Wunderkerzen sollten nicht nur auf Torten, sondern generell in geschlossenen Räumen nicht abgebrannt werden. (jzl)

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