30.07.2019 Cupertino.Das vergangene Quartal zeigte ein neues Apple: Das iPhone-Geschäft schrumpft weiter - doch der Konzern kann das auffangen. Unter anderem die Online-Dienste und die Apple Watch spielen dafür eine wichtige Rolle.

Apple wird besser darin, die Rückgänge im iPhone-Geschäft durch Zuwächse in anderen Bereichen auszugleichen.

Im vergangenen Quartal ließ ein deutliches Plus vor allem bei Online-Diensten und in der Sparte mit der Computer-Uhr Apple Watch den Konzernumsatz um ein Prozent auf 53,8 Milliarden Dollar steigen.

Die iPhone-Erlöse fielen unterdessen im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf knapp 26 Milliarden Dollar (23,3 Mrd Euro). Damit bleibt das iPhone immer noch das wichtigste Apple-Produkt. Aber es brachte dem Konzern nur noch 48 Prozent des gesamten Geschäfts ein - in den vergangenen Jahren waren es meist um die zwei Drittel des Konzernumsatzes.

Schon in den vergangenen Quartalen waren die Umsätze mit dem Gerät nach schwächeren Verkäufen in China sowie einer Abkühlung des Smartphone-Marktes rückläufig. Zuletzt sei das iPhone-Geschäft aber wieder besser gelaufen, sagte Konzernchef Tim Cook vor Analysten.

Das Geschäft mit Online-Diensten wuchs binnen eines Jahres von 10,2 auf knapp 11,5 Milliarden Dollar. Bei den Mac-Computern legten die Erlöse von 5,3 auf 5,8 Milliarden Dollar zu und beim iPad von 4,6 auf gut 5 Milliarden. Den deutlichsten Sprung gab es aber in der Sparte, in der das Geschäft mit der Apple Watch, den vernetzten HomePod-Lautsprechern und AirPods-Ohrhörern sowie Zubehör zusammengefasst ist. Dort stieg der Umsatz von 3,7 auf 5,5 Milliarden Dollar.

Unterm Strich verdiente Apple in dem Ende Juni abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal gut zehn Milliarden Dollar, das war ein Rückgang von rund 13 Prozent im Jahresvergleich.

Für das laufende Quartal stellte Apple einen Umsatz zwischen 61 und 64 Milliarden Dollar in Aussicht. Im Vorjahresquartal waren es 62,9 Milliarden Dollar gewesen. Auch angesichts dieser Prognose, die Erwartungen von Analysten übertraf, legte die Aktie im nachbörslichen Handel am Dienstag zeitweise um mehr als vier Prozent zu. (dpa)