Zinsen dürften noch weiter ins Minus rutschen

Fnweb

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10 сентября 2019 03:54

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Frankfurt.In ihrer Kritik sind sich Großbanker, Sparkassen-Manager und führende Vertreter des Volksbanken-Lagers einig: Die Europäische Zentralbank (EZB) geht mit ihrer Geldpolitik längst viel zu weit und wird mit ihren Null- und Negativzinsen zu einer Belastung nicht nur für Kreditinstitute und Sparer, sondern für die Wirtschaft insgesamt. „Langfristig ruinieren diese Niedrigzinsen das Finanzsystem“, poltert Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. „Die EZB zeigt keine Verantwortung gegenüber den Banken“, ergänzt Banken-Präsident Hans-Walter Peters. Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis beklagt „immense betriebs- und volkswirtschaftliche Kosten“.

Preistabilität oberstes Ziel

Die Klagen werden nichts ändern: Allen Prognosen zufolge werden EZB-Präsident Mario Draghi und seine Kollegen die Geldpolitik in ihrer Sitzung am Donnerstag weiter lockern und den Einlagezins für Banken noch tiefer ins Minus drücken. Mit ihrer Politik zielt die EZB auf Preisstabilität. Die sieht sie bei einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent gewährleistet. Liegt sie darüber, droht Inflation, deutlich darunter Deflation, also sinkende Preise bei sinkender Nachfrage. Im Juli und August lag die Inflationsrate nur bei 1,0 Prozent. Also will die EZB mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik gegensteuern, um die Kreditvergabe der Banken anzukurbeln, mehr Wachstum zu bewirken und letztlich die Inflationsrate nach oben zu treiben.

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Der Leitzins in Euroland liegt seit März 2016 bei Null, für Einlagen bei der EZB müssen Banken seitdem einen Minus-Zins von 0,4 Prozent bezahlen. Bereits im Juni 2014 hatte die Zentralbank diesen Satz mit minus 0,1 Prozent erstmals ins Negative geschoben und nach und nach weiter gedrückt.

Jetzt erwarten Volkswirte einen weiteren Schritt nach unten auf minus 0,5 oder gar minus 0,6 Prozent. Michael Schubert, EZB-Beobachter bei der Commerzbank, rechnet mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen. Der Einlagezins werde auf minus 0,6 Prozent gedrückt, immerhin verbunden mit einem Staffelzins: Für jede Bank würden Freibeträge eingeführt, auf die die EZB keinen Strafzins erhebt.

Zum Dritten erwarten die Commerzbanker, dass die Notenbank die Ende vergangenen Jahres eingestellten Käufe von Staatsanleihen der Euroländer wieder aufnimmt und für 40 Milliarden Euro im Monat kauft, für zunächst neun Monate. Andere Beobachter erwarten ein Volumen von 20 bis 30 Milliarden Euro. Bereits bis Ende 2018 hatten die Notenbanker Staatsanleihen für rund 2,6 Billionen Euro gekauft. Die Notenbank werde ein starkes Signal senden wollen, sagt Schubert. Die Commerzbanker schließen nicht aus, dass die EZB sogar bald Aktien kaufen könnte.

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fnweb economics добавил(а) Curtis Morrison

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