„Maleficent – Mächte der Finsternis“

Echo-online

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16 октября 2019 22:15

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Ihre Silhouette macht noch immer viel her, ihr zweites Abenteuer als Dornröschens Patentante eher nicht: Angelina Jolie in „Maleficent – Mächte der Finsternis“. (Foto: Disney)

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Unter den Bösen war sie vielleicht die Beste – zumindest im großen Reich Disney: spitze Schultern und Wangenknochen, mit denen sie jeden klingonischen Schönheitswettbewerb gewinnen könnte, Schwingen wie ein Kondor, Flugeigenschaften wie ein Jagdbomber und ein schwarzes Outfit mit Hörnern wie aus der Gothic-Boutique.
Mit Angelina Jolie als dunkler Fee gelang vor fünf Jahren ein sehenswerter Perspektivwechsel auf den Disney-Klassiker „Dornröschen“ von 1959. Aus der Trickfilmfee, damals „Malefiz“ genannt, die ein Prinzip des Bösen war, wurde im computerverzaubterten Realfilmen ein emotional zerrissener Charakter, eine gekränkte Frau, die aus Kummer über einen Liebesverrat ein Königskind verflucht, dann aber zu seiner Patentante avanciert. Das war das visuell überwältigende Regiedebüt des Visuell-Effects-Spezialisten Robert Stromberg. Und dabei hätte man es belassen können.
Doch jetzt heißt es „Twice upon a time“ – es war zweimal: „Maleficent – Mächte der Finsternis“ ist da, und das Beste, was man sagen kann: Visuelles Überwältigungspotenzial hat auch die Fortsetzung. Die Kostüme sind eine Pracht, die Fabelwelten mit fiependen Feen, die wie Pusteblumen, Blüten, Igelchen oder Pilze aussehen, sind animierte Sommernachtstraumlandschaften. Aber leider ist Maleficent ja mittlerweile domestiziert und im Moor über ihr Patenkind Aurora, die wiederum als junge Königin der Moore ihren Prinz Philipp heiraten will, um Menschen und Geister zu versöhnen. „Mehr Freundlichkeit“, wünscht sich die Braut. Unfreiwillig wird das der neue Fluch der Geschichte.
Unter der Regie des Norwegers Joachim Ronning, der für Disney zuvor den fünften Teil von „Pirates oft the Caribbean“ drehte, muss Elle Fanning allzeit rosawangig das brave Blumenmädchen verkörpern. Nun darf man natürlich in so einem Märchen auch mal „Hasch mich, ich bin der Frühling“ spielen, doch leider fällt Angelina Jolie als Widerpart diesmal dramaturgisch aus – Miss Malefiz ist schwermütig vor allem mit sich selbst beschäftigt und muss eine Gemeinschaft gehörnter Flugwesen aufsuchen, die total divers sind und auch so schräge Vögel wie sie.
Es muss also Auroras angehende Schwiegermutter ran, die eine infame Intrige gegen das junge Glück und ihren alten Gatten spinnt. Michelle Pfeiffer spielt das klassisch maliziös, wie man sowas in tschechoslowakischen Märchenfilmen der Siebziger erwartet hätte. Das ist ja nicht schlecht, aber in einem solch aufgedonnerten Schmachtfetzen dann doch viel zu dezent.
Die Fortsetzung dauert fast zwei Stunden, 20 Minuten länger als Teil eins, hat aber deutlich weniger brauchbaren Stoff zu bieten. Dafür feiert der Film ausgiebig seinen eigenen Kulissenzauber und setzt eine Giftgasfalle und eine Luftschlacht ums Märchenschloss ans Ende, die offenbar an die Nazizeit erinnern sollen. Aber auch so ein finster prangendes Spektakel ersetzt keine tragende Story und starke Figuren.
Und die Moral von der Geschicht? Bloß nicht „Es war dreimal“ erzählen. Wenn sie nicht gestorben sind, dann sollte man sie jetzt trotzdem ruhen lassen.
ОРИГИНАЛЬНЫЙ ПОСТ

echo-online entertainment добавил(а) Curtis Morrison

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