„Redemption Day“ – Sheryl Crow veröffentlicht neue Single mit Country-Ikone Johnny Cash

Landeszeitung

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24 April 2019, 11:42

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„Redemption Day“ – Sheryl Crow veröffentlicht neue Single mit Country-Ikone Johnny Cash

„Redemption Day“ heißt der Vorbote von Sheryl Crows neuem Album, das ihr letztes werden soll. Der Song ist ein Duett mit dem verstorbenen Johnny Cash. Zugleich ist er mit seinem Video ein kritischer Kommentar der Sängerin zu der aktuellen politischen Stimmung in den USA. „Johnnys Stimme gibt uns Hoffnung“, sagt Crow.

„Dieser Song hat viele Leben,“ so Sheryl Crow selbst über „Redemption Day,“ ein Duett mit dem verstorbenen Johnny Cash, das gleichzeitig auch der erste Release ihres kommenden (angeblich ihres letten) Albums ist. „Daraus haben sich für mich einige spannende und interessante Möglichkeiten ergeben.“

Crow schrieb „Redemption Day“ als Reflektion über Krieg

Crow schrieb „Redemption Day“ bereits im Jahr 1996 nach einem Besuch in Bosnien mit der damaligen First Lady Hillary Clinton. „Ich war bis zu diesem Zeitpunkt noch niemals zuvor auch nur in der Nähe eines ehemaligen Kriegsgebiets gewesen,“ sagt sie. „Wir besuchten verschiedene Militärstützpunkte, spielten für die dort stationierten Truppen und haben ihre Familien getroffen.“

Als sie nach Hause zurückkehrte, waren die Nachrichten voll mit dem andauernden Völkermord in Ruanda.„Es war sehr verwirrend,“ so Crow. „Wir hatten alle Ressourcen in Bosnien und ich musste die ganze Zeit daran denken, warum und wie entschieden wird, wo man sich einmischt. Ist es der Wunsch nach Kontrolle,die Gier nach Öl – oder was ist es?“

„Eigentlich wollte ich über die Trennung von meinem Freund schreiben“

So beschloss sie, einen Song zu schreiben. „Eigentlich wollte ich über die Trennung von meinem Freund schreiben“, erzählt sie. Dann wurde daraus „eine Hassrede irgendwo tief aus meinem Inneren“, ein Song, um die Motivation und Maschinerie von Krieg zu hinterfragen. Sie packte das Stück namens „Redemption Day“ 1996 auf ihr Grammy-Dreifach-Platin-Album mit dem Titel „Sheryl Crow“.

Im Jahr 2003 sang Crow auf June Carter Cashs Trauerfeier, kurz danach erhielt sie einen Anruf von einem von Johnny Cashs Schwiegersöhnen, der ihr erzählte, dass er den Song „Redemption Day“ Johnny Cash vorgespielt habe und dass der ‚Man in Black‘ nun gerne mit ihr darüber sprechen würde.

„Er stellte mir ganz viele Fragen über einzelne Stellen des Songs und was ich damit sagen wollte,“ so Crow. „Er wollte nicht seine Stimme dazu beisteuern, ohne wirklich dahinter zu stehen zu können.“

Cash nahm den Song auf und erzählte Crow, dass er das Gefühl habe, dass dies einer der Eckpfeiler seines nächsten Albums sein werde. Dann wurde die Cash-Version dann erst 2010 auf „American VI: Ain’t No Grave“ veröffentlicht.

Das Video von Sean Silva zeigt Tragödien und Triumphe

Als Crow 2014 auf Tour war, sang sie „Redemption Day“ als Duett zusammen mit Cashs Aufnahme, während Cash im Hintergrund auf die Bühne projiziert wurde. Was sie schließlich dazu inspirierte den Song neu aufzunehmen und Cashs Stimme neu zu arrangieren. Eine karge, schöne Piano-getragene Ballade verströmt sich da.

Das Video zu „Redemption Day,“ unter der Regie von Sean Silva, enthält neben Footage von Cash, Szenen eines Kindes, das sich mit der Geschichte beschäftigt, mit einer ganzen Bandbreite an Menschheitstragödien und -triumphen.

„Als Mutter von zwei Kindern,“ so Crow, „bin ich mir bewusst, wie die Kinder dabei zusehen müssen wie wir handeln und ihre Zukunft formen. Sie sind gerade in der heutigen Zeit vielen visuellen Reizen ausgesetzt. Und es ist unmöglich sie vor der harten Realität abzuschirmen. Wenn wir die Welt mit Kinderaugen sehen würden,würden wir andere Entscheidungen treffen.“

Der Song mit Johnny Cash wird auf Crows nächstem Album zu hören sein, darüber hinaus auch Duette unter anderem mit Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards, Fleetwood-Mac-Sängerin Stevie Nicks, St. Vincent und den Eagles-Mitgliedern Don Henley und Joe Walsh. Ein Titel für das Album ist noch nicht bekannt, ebenso fehlt noch ein Veröffentlichungsdatum.

Crow: „Ich kann durch den Song Johnnys Anwesenheit spüren“

„Redemption Day“ bedeutet für Sheryl Crow weitaus mehr als den Sound und die Erinnerung an Cash, eine der großen Ikonen Amerikas wiederaufleben zu lassen. „Mit allem, was in unserer Nation gerade passiert und wie katastrophal sich gerade alles entwickelt, gibt uns Johnnys Stimme Hoffnung,“ sagt sie.

„Da ich weiß, wie er über diesen Song dachte, bin ich mir ziemlich sicher, dass er einiges dazu sagen könnte, was gerade passiert und wie sich alles entwickelt. Wo immer er auch jetzt ist, ich hoffe, er ist stolz, dass er Teil davon ist – ich kann auf jeden Fall durch den Song seine Anwesenheit spüren.“

Von RND/ag/big

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