„Meet and Eat“ in Darmstadt

Echo-online

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19 September 2019 04:12

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Farbenfroher Treffpunkt: „Meet and Eat“ ist das Motto am Mathildenplatz. Foto: Guido Schiek,

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DARMSTADT - Selbst in der Gastronomie schreitet die Digitalisierung voran. Statt einer Speisekarte wird beispielsweise im Chinarestaurant „Meet and Eat“ am Darmstädter Mathildenplatz ein Tablet an den Tisch getragen, und der Gast ordert per Fingerklick.
„Das ist so wie bei Amazon, einfach auswählen und in den Warenkorb“, hilft die lächelnde Xiaojung Pang von der Betreiberfamilie den Gästen am Tisch bei ihren ersten Schritten ins digitale Restaurantbestellzeitalter und nimmt damit auch gleich eine Folgebefürchtung: Bedient wird hier noch ganz analog von Menschen – sogar die Tochter des Hauses wird im Laufe des Abends mehrfach eifrig Getränke an Tische tragen.
Ebenfalls erfreulich in dem im Ex-„Fischgericht“ eröffneten Lokal, dessen Interieur nun modernisiert in den Landesfarben rot, schwarz und weiß daherkommt: Außer den bekannten Menüstandards der Chinaküche – verschiedene Fleischsorten und etwas Gemüse in diversen Asiasoßen mit Reis – bieten sich unter der Rubrik „typisch chinesisch“ etliche Speisen der Landesküche, die hierzulande weniger verbreitet sind. Um was es sich dabei handelt, lässt sich beim ratlosen Blick auf die chinesischen Schriftzeichen trotz Bebilderung zwar teils nur erahnen. Aber per Fingerklick auf „Kellner rufen“ kommt Frau Pang und hilft.
MEET AND EAT
Meet and Eat, Mathildenplatz 4, 64283 Darmstadt, Telefon 06151-4927451.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11.30 bis 14.30 und 17.30 bis 21.30 Uhr.

Barrierefrei: nein, Raucherbereich: nein.

Freundliches China-Restaurant mit einigen Speisen abseits des üblichen Angebots. (red)
Vorweg ein Schälchen Peking-Suppe (2,60 Euro) sowie ein Sojasprossensalat (vier Euro). Erstere ist von der Basis her ein orangeroter Sud mit allerlei flockigen Schwemmstoffen – vermutlich Eierstich – sowie Paprikastücke und Pilzfasern. Sie schmeckt „interessant“, wie es dem Testesser nach dem ersten Happen entfährt, ist eher süßlich als pikant und hat einen etwas metallischen Beigeschmack. Der lauwarme Sprossensalat hingegen ist eine gut abgestimmte Melange aus knackigen Sprossen und Karottenstreifen, fein benetzt mit mildwürzigem Öl.
Alle Gäste probieren von allen Gerichten
Gut passt der auch als Ergänzung zu dem Hauptgericht namens – so die deutsche Übersetzung – „Salz und Pfeffer Schweinebauch“ (13 Euro): Dabei handelt es sich um einen Teller voller Fleischkringel, die in einem rustikalen, dunklen Teigmantel frittiert und zwar knusprig, aber auch recht trocken sind. Die Paprikas, die man auf dem Foto zu sehen gemeint hat, entpuppen sich als ein paar rote und grüne Chilischotenröllchen. Dazu wird eine Schale Reis gereicht.
Geschmacklich ist das auf Dauer etwas monoton. Aber ein Blick auf die Nachbartische lässt erahnen, dass das mangelnden Esskulturkenntnissen des deutschen Gastes geschuldet ist: Dort nämlich sitzen vorwiegend junge Chinesen grüppchenweise zusammen, in der Mitte mehrere Teller mit unterschiedlichen Fleischgerichten nebst Gemüse oder Soßendreingabe, aus denen sich jeder per Essstäbchen häppchenweise bedient. So nämlich essen Chinesen, erläutert dann auch Frau Pang: alle zusammen teilen sich alle Speisen. Da macht der unchinesisch klingende Name „Meet and Eat“ auch inhaltlich Sinn.
Alkohol spielt indes weniger eine Rolle, weswegen auf der Karte außer hessischem Apfel- und chinesischem Reiswein lediglich deutsches Bier steht. Dann lieber einen fruchtigen Kontrapunkt setzen in Form eines großen Glases Maracujanektar (3,60 Euro). Dessen Exotik passt zum Abschluss gut zu der gebackenen Ananas im frittierten Teigmantel (2,80 Euro). Womit wieder kulinarischer Asia-Standard erreicht wäre, der schon vor dem Digitalzeitalter galt.
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