Die Folgen des Klimawandels für südhessische Winzer

Echo-online

-

05 December 2019 00:48

You are reading a deleted news piece

This article has been deleted by Echo-online on 08 December 2019 00:50. We keep a copy of it on Undelete.news website available for everyone.

Bio-Pionier im Süden: Friedrich Schatz in seinen andalusischen Weinbergen. (Foto: Arte/Gropper)

You may also like:

„Wir müssen die Konflikte austragen“
07 December 2019 10:48

Jetzt teilen:

Jetzt teilen:

DARMSTADT - Später Frost im Frühjahr, Trockenheit im Sommer, Starkregen im Herbst: Solche Wetterphänomene nehmen zu, und sie bereiten den Landwirten Sorgen. Vor allem den Winzern. Klaus Peter Keller aus Flörsheim-Dalsheim beispielsweise, der zur deutschen Weinbau-Elite zählt, macht sich Sorgen um seinen Riesling. Wird es bald zu warm sein für diese schwierige Rebe? Deshalb blickt Keller in den Norden. Vor ein paar Jahren lernte er die norwegische Sommelière Anne Engrav kennen, die in seinem Betrieb ein Praktikum absolvierte. Gemeinsam mit ihr unternahm er ein Experiment und brachte Riesling-Rebstöcke in den Norden. Jetzt erntet Anne Engrav den ersten norwegischen Weißwein. Sicher kein großes Gewächs, aber sie ist ja auch erst am Anfang.
Der Darmstädter Filmemacher Christian Gropper hat sie besucht, und die Geschichte ist so exotisch, dass er seiner jüngsten Reportage für die Reihe „arte RE“ den Titel „Ein Riesling aus Norwegen“ gab. Gropper erzählt, wie der Klimawandel auch den Weinbau verändert, wie die Erzeuger reagieren, welche Strategien sie sich ausdenken. Sie experimentieren mit neuen Formen der Bodenbearbeitung, pflanzen hitzeverträgliche Sorten, Neuzüchtungen oder historische Reben, schauen nach Rebflächen, die früher als wenig attraktive Lage galten. Und sie sind sich einig in der Sorge. „In allen Gesprächen“, erzählt Gropper, „schwang immer auch die Frage mit, wie lange das noch gutgehen werde.“
Der Film läuft Ende des Jahres im europäischen Kulturkanal Arte, das Darmstädter Publikum hat in der kommenden Woche Gelegenheit, ihn vorab zu sehen – und das Gespräch einer prominent besetzten Runde zu verfolgen, die jene Themen weiterdenkt, die in 35 Minuten Reportage nur angerissen werden können. Der Darmstädter Weinhändler Michael Bode-Böckenhauer („Vinocentral“) hatte die Idee dazu, es geht ihm immer auch um Kontakt mit seinen Lieferanten, und er fragt auch danach, was die Verbraucher tun können, um einen verantwortungsvollen Weinbau zu unterstützen.
VORPREMIERE
Christian Groppers Reportage „Ein Riesling aus Norwegen – Weinbau im Klimastress“ ist am Donnerstag, 12. Dezember, um 18.30 Uhr vorab in der Darmstädter Centralstation zu sehen. Anschließend diskutiert der Regisseur mit den Winzern Simone Adams Felix Keller und Friedrich Schatz, den Klimaforschern Hans Reiner Schultz und Claudia Kammann sowie dem Weinhändler Michael Bode-Böckenhauer. Auch ein Ausschank mit kleinem Imbiss ist vorbereitet. (job)
Klar, dass auch Wein getrunken werden kann an diesem Abend. „Aber das ist keine Weinprobe mit Film“, sagt Bode-Böckenhauer. Die Debatte steht im Mittelpunkt, und dafür gibt Groppers Reportage starke Anstöße.
In Andalusien hat er Friedrich Schatz getroffen, einen eigensinnigen Weinbau-Pionier aus Württemberg, der im malerischen Bergstädtchen Ronda seine biodynamisch ausgebauten Lemberger-Trauben reifen lässt. Anfangs galt er als Spinner, heute ist er Vorreiter des biodynamischen Weinbaus in Andalusien. Und auch er hat mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen.
ORIGINAL POST

echo-online entertainment added by Curtis Morrison

Comments

There are no comments yet.

You must log in to post a comment.

Similar news

no