Audi-Absatz sinkt weltweit

Stimme

-

10.01.2019 15:28

Audi-Absatz sinkt weltweit

Ingolstadt (dpa)  Audi hat im Gegensatz zu seinen Konkurrenten Mercedes und BMW im vergangenen Jahr weltweit weniger Autos verkauft als im Vorjahr.

Das Logo des Autoherstellers Audi steht auf einer Felge.  Foto: Sebastian Gollnow/Illustration

Der Absatz sank wegen des Einbruchs der Nachfrage in Europa insgesamt um 3,5 Prozent auf 1,812 Millionen Fahrzeuge, wie Audi am Donnerstag mitteilte. Alarmierend: Im Dezember lagen die Auslieferungen nicht nur in Europa, sondern auch in den USA und in China deutlich unter Vorjahresniveau.

Vorstandschef Bram Schot sagte in Ingolstadt, das Jahr sei ?sehr anspruchsvoll verlaufen? mit vielen Modellwechseln und der Umstellung auf den neuen Abgastest-Standard WLTP. Audi bereite sich ?auf neue Herausforderungen vor?. Das Unternehmen arbeitet immer noch mit Hochdruck an der Zulassung seiner Motoren und Getriebe nach dem neuen Pr?fstandard. Im November hatte sich Schot noch optimistisch gezeigt, das Modellangebot bis Jahresende wieder komplett zu haben und im Gesamtjahr einen Absatz auf Vorjahresniveau zu erreichen.

Tats?chlich aber blieb der Absatz in Europa mit 744.000 Autos nicht nur 13,6 Prozent unter dem Vorjahreswert, sondern auch unter allen Verkaufszahlen seit 2013. In den USA sank der Absatz um 1,4 Prozent auf 223.000 Autos. In China dagegen stieg er im Vergleich zum Vorjahr um 10,9 Prozent auf 663.000 Autos. Damit sei Audi schon das 30. Jahr in Folge die st?rkste Premiummarke in der Volksrepublik .

Im Dezember ging es aber in China um 5,2 Prozent nach unten, in den USA um 15,6 Prozent und in Europa sogar um 20,9 Prozent. In China will Audi mit dem Q2 L- e-tron als erstem lokal gebauten Elektroauto und mit dem gro?en SUV e-tron als erstem Importauto in der zweiten Jahresh?lfte wichtige Wegmarken setzen.

Mercedes-Benz hatte im vergangenen Jahr 2,31 Millionen Autos verkauft, 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. BMW hatte 2,49 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft, ein Plus von 1,1 Prozent. Darunter waren 143.000 Plug-in-Hybrid- und Elektroautos. Zum Verkauf der Stammmarke machte BMW noch keine Angaben.


URSPRÜNGLICHER BEITRAGE

stimme economics hinzufügt Etienne Spence

Kommentare

Noch keine Kommentare.

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar posten zu können..

Ähnliche Nachrichten

Sueddeutsche 19.10.2018 11:27
Sueddeutsche 18.10.2018 12:48
Kn-online Ulrich Metschies zu VW-Lieferproblemen 18.10.2018 10:00
Stimme Flowtex-Insolvenzverfahren vor Abschluss 21.10.2018 10:44
Lkz Autobranche fordert mehr Sachlichkeit in Zukunftsdebatte 21.10.2018 00:00
no